Wichtig für Restaurants · Google-Umbau seit 8. September 2026
Google gibt Portalen mehr Platz: Was der EU-Umbau für dein Restaurant heißt.

Ein Gast sucht am Freitagabend „Fischrestaurant Warnemünde“ oder „Restaurant in der Nähe“. Was er bei Google zu sehen bekommt, entscheidet oft, wo er am Ende sitzt. Genau diese Ergebnisseite baut Google in der EU gerade um. Auslöser ist der Digital Markets Act, ein EU-Gesetz, nach dem Google seine eigenen Dienste nicht mehr gegenüber Konkurrenten bevorzugen darf. Seit dem 8. September 2026 gelten die Änderungen auch für Restaurantsuchen.
Wer seinen Google-Auftritt jetzt nicht im Griff hat, überlässt die Gäste den Portalen. Hier erfährst du, was bisher bekannt ist, was das für dein Lokal heißt und was du jetzt tun solltest.
Kurz gesagt:
- Seit dem 8. September 2026 können bei Restaurantsuchen in der EU Portale und Reservierungsdienste vor deinem Lokal stehen.
- Dein Eintrag in Google Maps wird damit zur wichtigsten Fläche, die du selbst steuerst.
- Reservierungen über Portale kosten meist Gebühren, und die Gästedaten liegen nicht nur bei dir.
- Die ruhige Zeit im Herbst und Winter ist der Moment, das zu ordnen, nicht die Hochsaison.
Was sich bei Restaurantsuchen ändert
Die EU-Kommission hat im Juli 2026 festgestellt, dass Google in der Suche eigene Angebote bevorzugt, und ein Bußgeld von 460 Millionen Euro verhängt. Google stellt seine Ergebnisseiten in der EU deshalb um, für Hotels, Flüge, Produkte und Restaurants. Für die Gastronomie zeichnen sich nach den bisherigen Berichten drei Punkte ab:
- Vermittler bekommen mehr Platz: Spezialisierte Dienste wie Reservierungs- und Bewertungsplattformen können prominenter erscheinen als bisher. Google unterscheidet in seiner Dokumentation für lokale Suchen zwischen Vermittlern und Direktanbietern.
- Google Maps bleibt: Der Kartenbereich mit den Unternehmensprofilen wird nach den Berichten weiter angezeigt. Für Suchen wie „Restaurant plus Ort“ bleibt er die wichtigste Fläche.
- Weniger Echtzeit-Infos in Karussells: Karussells mit einzelnen Betrieben zeigen nach den Berichten keine Live-Daten wie Verfügbarkeiten mehr. Für die Aufnahme in solche Karussells setzt Google strukturierte Daten auf der Website voraus.
Was davon bei deinen Suchbegriffen ankommt, ist von Ort zu Ort verschieden, und Google ändert die Darstellung laufend. Bei Hotels ist der Umbau am weitesten, die Details stehen in unserem Artikel Google Hotels in der EU.
Warum dein Google-Unternehmensprofil jetzt noch wichtiger ist
Für ein Restaurant ist der Eintrag in Google Maps meist wichtiger als die Website. Hier sehen Gäste Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen, die Speisekarte und den Weg zum Tisch. Wenn oben auf der Ergebnisseite mehr Portale stehen, wird dieser Eintrag zur wichtigsten Fläche, die du selbst in der Hand hast. Achte besonders auf:
- stimmende Öffnungszeiten, auch an Feiertagen und in der Nebensaison,
- einen Link zur aktuellen Speisekarte auf deiner Website statt zu einem alten PDF,
- einen Reservierungslink, der zu deinem bevorzugten Weg führt,
- aktuelle Fotos von Gerichten, Gastraum und Terrasse,
- Antworten auf Bewertungen, auch auf die kritischen.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung steht in unserem Leitfaden zum Google-Unternehmensprofil.
Online-Reservierung: eigener Weg oder Portal?
Reservierungsplattformen bringen Reichweite und nehmen dir Arbeit ab. Dafür kosten sie in der Regel Gebühren, und die Daten deiner Gäste liegen nicht nur bei dir. Wenn Google diese Dienste jetzt prominenter zeigt, lohnt sich eine bewusste Entscheidung:
- Portal als Zusatz: Für Häuser mit vielen Urlaubsgästen kann ein Portal sinnvoll sein, weil Gäste dort ohnehin suchen.
- Eigener Reservierungsweg als Standard: Ein einfaches Reservierungsformular oder Reservierungssystem auf deiner Website und im Google-Profil hält den Kontakt beim Restaurant.
- Telefon nicht vergessen: Viele Gäste rufen lieber an. Die Nummer muss auf dem Handy mit einem Tipp anwählbar sein.
Welche Lösung passt, hängt von Lage, Gästen und Personal ab. Wichtig ist, dass du es entscheidest und nicht die Ergebnisseite für dich.
Was Gäste suchen und worauf deine Website antworten sollte
Wenn Portale oben mehr Platz bekommen, gewinnt die Website, die konkrete Fragen beantwortet. Gäste suchen selten nur nach „Restaurant“. Sie suchen nach einer Küche, einem Anlass oder einer Eigenschaft, oft mit Ort: „Fisch essen in Warnemünde“, „Restaurant mit Terrasse am Hafen“, „vegan essen in Rostock“ oder „Restaurant mit Hund“. Immer öfter stellen sie solche Fragen auch einer KI-Suche.
Je klarer deine Website darauf antwortet, desto eher wirst du für diese Suchen gefunden und in KI-Antworten genannt. Konkret heißt das:
- Küche, Spezialitäten und regionale Produkte in normalen Sätzen beschreiben, nicht nur in Bildern,
- Besonderheiten nennen, nach denen Gäste suchen: Terrasse, Meerblick, Plätze für Gruppen, Hunde willkommen, Kinderkarte, vegetarische und vegane Gerichte,
- Öffnungszeiten, Ruhetage und Saisonzeiten auf Website und Google-Profil gleich halten,
- Anfahrt, Parken und die Erreichbarkeit mit Bus und Bahn kurz erklären.
Wie du KI im Alltag deines Restaurants sinnvoll einsetzt, etwa für Speisekartentexte oder Antworten auf Bewertungen, zeigt unser Artikel KI in der Gastronomie.
Sechs Schritte für Gastronomen
- Suchergebnisse prüfen: Suche im privaten Browserfenster nach deinem Namen, nach „Restaurant plus Ort“ und nach deiner Küche plus Ort. Mach Screenshots am Handy, sie sind deine Ausgangslage.
- Google-Unternehmensprofil aktualisieren: Öffnungszeiten, Speisekarten-Link, Reservierungslink und Fotos auf den neuesten Stand bringen.
- Speisekarte als Text auf die Website: Eine Karte als echte Webseite statt als PDF verstehen Google und KI-Suchen besser. Wie das geht, zeigt unser Artikel Speisekarte erstellen.
- Strukturierte Daten einrichten: Restaurant-Markup mit Adresse, Küche, Öffnungszeiten, Speisekarte und Reservierungsmöglichkeit macht deine Website für Google maschinenlesbar.
- Bewertungen beantworten: Freundlich, kurz und persönlich. Das lesen auch die Gäste, die noch zwischen dir und dem Nachbarlokal schwanken.
- Search Console im Blick behalten: Klicks und Impressionen vor und nach dem 8. September vergleichen. Sinken die Klicks bei gleichbleibenden Impressionen, wirst du gezeigt, aber seltener angeklickt.
Warum du jetzt handeln solltest
Die neue Ergebnisseite ist live, und sie bevorzugt keine Restaurants, sondern Vermittler. Jeder Gast, der über ein Portal reserviert, kostet dich Gebühren oder geht dir ganz verloren, wenn er beim Nachbarlokal landet. Die ruhigeren Wochen im Herbst und Winter sind die Zeit, in der du deinen Auftritt für die nächste Saison in Ordnung bringst, nicht der Juli.
Profil, Öffnungszeiten und Bewertungen kannst du selbst pflegen. Eine Speisekarte als echte Webseite, strukturierte Daten und ein Reservierungsweg, der am Handy funktioniert, brauchen aber Fachwissen. Wir bauen Websites für Restaurants und Gastronomie zum Festpreis, mit Speisekarte als Webseite, Reservierungsweg und sauberer technischer Grundlage. Wer laufende Unterstützung bei Google-Profil und Sichtbarkeit möchte, findet sie in unserer SEO-Betreuung. Was die übrigen Google-Neuerungen vom September für dich bedeuten, steht im Überblick Google Update September 2026. Wie es in allen elf Branchen aussieht, für die wir arbeiten, zeigt unsere Auswertung Portale oder Betriebe: Wer bei Google an der Ostsee oben steht.
Quellen
- EU-Kommission, Entscheidung vom 23.07.2026 zur Selbstbevorzugung in der Google-Suche (DMA, 460 Mio. Euro), zusammengefasst bei Digital Policy Alert
- Google Search Central: Regionale Unterschiede in den Suchergebnissen im EWR (Stand 18.09.2026)
- Search Engine Roundtable: Googles Umstellung in der EU vom 08.09.2026, mit Verweis auf Reuters
Häufige Fragen
Kurz beantwortet.
Nein. Nach allem, was bisher bekannt ist, bleiben die Einträge in Google Maps und der Kartenbereich in der Suche erhalten. Auf der Ergebnisseite können aber Portale und Reservierungsdienste mehr Platz bekommen. Umso wichtiger ist ein vollständiges, aktuelles Unternehmensprofil.
Nein. Ein Portal kann zusätzliche Gäste bringen, kostet aber meist Gebühren. Ein eigener Reservierungsweg auf der Website und im Google-Profil bleibt sinnvoll. Entscheidend ist, dass Gäste mit wenigen Tipps einen Tisch bekommen.
Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Angaben im Code deiner Website, zum Beispiel Name, Adresse, Öffnungszeiten, Küche, Speisekarte und Reservierungsmöglichkeit. Google nutzt sie, um deine Seite einzuordnen, und setzt sie für einige der neuen Darstellungen in der EU voraus.
Ja. Betroffen sind Suchen nach Restaurants und lokalen Betrieben allgemein. Für kleine Betriebe ist das Google-Unternehmensprofil meist der wichtigste Hebel, eine eigene Website mit Speisekarte stärkt es.
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Kostenloses Erstgespräch
Sorg dafür, dass Gäste bei dir reservieren.
Im kostenlosen Erstgespräch, rund 30 Minuten, prüfen wir deinen Google-Eintrag, deine Speisekarte online und deinen Reservierungsweg und zeigen dir, wo Gäste gerade zu Portalen oder zur Konkurrenz abbiegen können. Die nächste Saison beginnt bei Google, lange bevor die Terrasse öffnet.