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Für Ferienwohnungen und Ferienhäuser

Website für die Ferienwohnung erstellen: Inhalte, Preise, Buchungssystem

Von Sebastian, SEO-Lead bei Hafenschnack · · 10 Min. Lesezeit

Eine eigene Website für die Ferienwohnung ersetzt Airbnb und Booking.com selten, aber sie ergänzt beide an der Stelle, an der Portale am meisten kosten: bei Stammgästen, Empfehlungen und Gästen, die dich über Google finden. Damit das funktioniert, braucht die Homepage vier Dinge: überzeugende Fotos und Texte, korrekt angegebene Preise, einen Kalender oder ein Buchungssystem und eine Struktur, die Google versteht. Dieser Ratgeber geht die Punkte der Reihe nach durch.

Stand 22. September 2026: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Die Regeln zur Preisangabe stützen sich auf das Merkblatt „Preisdarstellung und Werbung für Ferienunterkünfte“ des Deutschen Tourismusverbands (DTV) zur Preisangabenverordnung. Die Gebühren stammen aus der Airbnb-Hilfe und aus Branchenübersichten zu Booking.com und ändern sich regelmäßig. Im Zweifel fragst du deinen Tourismusverband, die IHK oder eine Anwältin.

Warum eine eigene Website neben Airbnb und Booking.com

Portale bringen Reichweite, und die kostet Provision. Die Größenordnung laut Hilfeseiten und Branchenübersichten:

KanalKosten je BuchungWas du davon hast
AirbnbBei der Gebühr nur für Gastgeber meist 15,5 %, je nach Unterkunft 14 bis 16 %. Beim älteren Split-Modell zahlen Gastgeber 3 % und Gäste den Rest. Airbnb stellt laut eigener Hilfe schrittweise alle Gastgeber auf die einheitliche Gebühr um.große Reichweite, Zahlungsabwicklung, Bewertungen auf der Plattform
Booking.comProvision je Buchung, abhängig von Region und Teilnahme an Programmen wie Genius oder Preferred Partner. Branchenübersichten nennen für Deutschland meist 12 bis 18 %.Reichweite vor allem bei internationalen und kurzfristigen Gästen
Eigene Websitekeine Provision, dafür Kosten für Website, Domain und gegebenenfalls ein Buchungstooldirekter Kontakt, eigene Darstellung, Stammgäste und Empfehlungen ohne Abzug

Ein Rechenbeispiel: 60 Nächte zu 110 Euro ergeben 6.600 Euro Umsatz. Bei 15,5 Prozent Gebühr gehen davon 1.023 Euro an das Portal. Wenn nur ein Teil dieser Buchungen künftig direkt über die eigene Seite kommt, ist die Website oft nach ein bis zwei Saisons bezahlt. Die Portale bleiben trotzdem sinnvoll, um freie Termine zu füllen.

Was auf die Homepage einer Ferienwohnung gehört

  • Fotos, die die Wohnung zeigen, wie sie ist. Tageslicht, jeder Raum, Ausblick, Bad, Außenbereich. Lieber 20 echte Bilder als 5 geschönte.
  • Eine Beschreibung mit Lage. Wie viele Personen, wie viele Schlafzimmer, Betten, Küche, Entfernung zum Strand oder Ortskern in Metern, Parkplatz, WLAN, Haustiere.
  • Belegungskalender. Gäste wollen sofort sehen, ob ihr Zeitraum frei ist. Ein veralteter Kalender kostet mehr Vertrauen als gar keiner.
  • Preise als Endpreise. Mit Saisonzeiten, Personenzahl und allen Pflichtkosten, dazu mehr im nächsten Abschnitt.
  • Anreise, Hausregeln, Stornobedingungen. Das beantwortet Fragen, bevor sie per E-Mail kommen.
  • Ein klarer Weg zur Buchung. Anfrageformular, Buchungsknopf oder Telefonnummer, gut sichtbar auf jeder Seite, auch auf dem Handy.
  • Impressum und Datenschutzerklärung. Wer eine Ferienwohnung online anbietet, braucht in aller Regel beides.

Wenn du mehrere Wohnungen vermietest, bekommt jede eine eigene Seite. Das hilft Gästen beim Vergleichen und Google bei der Zuordnung zu Suchen wie „Ferienwohnung mit Hund“ plus Ort.

Preise richtig angeben

Hier passieren die meisten Abmahnungen. Grundsatz aus dem DTV-Merkblatt: Der Gast muss den Preis für seine Unterkunft, seine Aufenthaltsdauer und seine Saison ohne Taschenrechner und Nachfrage erkennen können. Die wichtigsten Punkte:

KostenpunktWas gilt laut DTV-Merkblatt
Endreinigung (Pflicht)gehört in den Gesamtpreis, „zzgl. Endreinigung“ ist unzulässig; möglich sind ein erhöhter Preis für den ersten Tag oder eine Mischkalkulation
Endreinigung (wählbar)darf separat stehen, wenn der Gast wirklich wählen kann und deutlich darauf hingewiesen wird, nicht in einer Fußnote
Strom, Wasser, Heizung, Bettwäschebei Pauschalen im Preis enthalten; verbrauchsabhängig abrechnen ist erlaubt, wenn der tatsächliche Verbrauch nachgewiesen wird, etwa per Zähler
Kurtaxegesondert aufführen, nicht in den Mietpreis einrechnen
Bettensteuer, Tourismusabgabewenn du sie an den Gast weiterreichst, gehören sie in den Endpreis
Personenzahlangeben, für wie viele Personen der Preis gilt, und den Aufpreis je weiterer Person nennen
SaisonpreiseSaisonzeiten mit Datum angeben, Ausnahmen wie Feiertage ausdrücklich nennen

Für ein konkretes Objekt auf der eigenen Website empfiehlt das Merkblatt konkrete Preise statt „ab“-Preisen. Das DTV-Merkblatt stammt aus dem Jahr 2016, die Preisangabenverordnung wurde 2022 neu gefasst. Der Grundsatz zum Gesamtpreis steht dort weiterhin, heute in Paragraf 3.

Buchungssystem für die Ferienwohnung

Welche Technik du brauchst, hängt davon ab, wie du vermietest. Drei Stufen haben sich bewährt:

  • Kalender und Anfrage. Für eine Wohnung mit vielen Stammgästen reicht oft ein Belegungskalender und ein Anfrageformular. Du bestätigst jede Buchung selbst.
  • Buchungssystem mit Online-Zahlung. Gäste wählen den Zeitraum, sehen den Endpreis und buchen direkt. Das spart E-Mails und bringt Buchungen auch nachts um elf.
  • Channel Manager. Sobald die Wohnung auch auf Airbnb oder Booking.com steht, müssen alle Kalender gleich sein. Ein Channel Manager gleicht Verfügbarkeiten und Preise ab, damit keine Doppelbuchungen entstehen. Die einfachste Form ist ein Kalenderabgleich per iCal, den die großen Portale anbieten.

Wer auf Wix baut, kann Wix Hotels nutzen. Laut Wix-Hilfe gibt es dort einen eigenen Unterkunftstyp Ferienwohnung, einen Kalender für Verfügbarkeit und Preise, Saisonpreise, Stornobedingungen und die Anbindung an Booking.com, Airbnb und Expedia. Für den Channel Manager fallen laut Wix keine Zusatzgebühren an, wie viele Kanäle du verbinden kannst, hängt aber vom Paket ab. Was die Wix-Pläne kosten, steht im Ratgeber Wix Kosten 2026.

Selbst erstellen oder erstellen lassen?

Selbst bauen ist mit einem Baukasten realistisch, wenn du Zeit hast und gerne an Texten und Fotos arbeitest. Eine passende Vorlage findest du über den Ratgeber Wix Vorlagen. Die Zeit geht erfahrungsgemäß weniger in die Technik als in Texte, Bilder, Preisangaben und den Kalenderabgleich.

Erstellen lassen lohnt sich, wenn die Seite von Anfang an bei Google gefunden werden soll und du dich um die Gäste statt um die Technik kümmern willst. Bei Hafenschnack kostet eine Website auf Wix 2.999 Euro Festpreis, danach pflegst du Preise und Kalender selbst. Einen Überblick über Marktpreise gibt der Ratgeber Was kostet eine Website?, alles zu Unterkünften steht unter Hotel-Marketing für Unterkünfte.

Gefunden werden: Google und KI-Suche

Eine schöne Website ohne Besucher bringt keine Buchungen. Die wichtigsten Hebel:

  • Google-Unternehmensprofil. Kostenlos, mit Fotos, Öffnungs- beziehungsweise Erreichbarkeitszeiten und Bewertungen. Wie du es pflegst, steht im Ratgeber Google-Unternehmensprofil optimieren.
  • Ort und Art im Seitentitel. „Ferienwohnung mit Meerblick in Zingst“ sagt Google und Gästen mehr als „Willkommen im Haus Möwe“.
  • Fragen beantworten. Hund erlaubt, Parkplatz, Entfernung zum Strand, Kinderbett: Diese Antworten gehören als Text auf die Seite, nicht nur in Bilder. Das nutzt auch KI-Suchen, die Unterkünfte empfehlen, siehe GEO und KI-Suche.
  • Bewertungen einsammeln. Nach dem Aufenthalt freundlich um eine Google-Bewertung bitten, vor allem bei Stammgästen.

Speziell für Unterkünfte an der Ostsee haben wir die Hebel im Beitrag Hotel und Ferienwohnung an der Ostsee: mehr Direktbuchungen zusammengefasst. Regional betreuen wir Gastgeber unter anderem auf Usedom, Rügen und Fischland-Darß-Zingst.

Die häufigsten Fehler

  • „zzgl. Endreinigung“ neben dem Nachtpreis. Der Klassiker bei Abmahnungen.
  • Kalender, der nicht mit den Portalen abgeglichen wird. Eine Doppelbuchung kostet mehr als jedes Tool.
  • Nur ein PDF-Prospekt als Website. Auf dem Handy unlesbar, für Google kaum auswertbar.
  • Handyfotos bei Kunstlicht. Die Bilder entscheiden, ob jemand überhaupt weiterliest.
  • Kein Buchungsweg auf dem Handy. Die meisten Gäste suchen mobil, oft abends auf dem Sofa.

Checkliste vor dem Start

  • Preise als Endpreise mit Saisonzeiten, Personenzahl und allen Pflichtkosten?
  • Kurtaxe gesondert und gut sichtbar genannt?
  • Kalender aktuell und mit allen Portalen abgeglichen?
  • Fotos von jedem Raum, bei Tageslicht?
  • Anreise, Hausregeln und Stornobedingungen auf der Seite?
  • Impressum und Datenschutzerklärung vollständig?
  • Google-Unternehmensprofil angelegt und mit der Website verknüpft?
  • Buchungsweg auf dem Handy getestet?

Häufige Fragen zur Website für die Ferienwohnung

Pflicht ist sie nicht, aber sie lohnt sich meist schon bei wenigen Direktbuchungen im Jahr. Auf Airbnb zahlen die meisten Gastgeber laut Airbnb-Hilfe 15,5 Prozent Servicegebühr, Booking.com berechnet eine Provision je Buchung. Stammgäste und Empfehlungen, die direkt über deine Website buchen, kosten diese Provision nicht. Außerdem gehören dir die Kontakte und die Darstellung.

Gute Fotos, eine ehrliche Beschreibung von Wohnung und Lage, ein Belegungskalender, Preise als Endpreise, Anreise und Hausregeln, Stornobedingungen, ein einfacher Weg zur Anfrage oder Buchung sowie Impressum und Datenschutzerklärung. Für jede Wohnung eine eigene Seite, wenn du mehrere vermietest.

Wenn sie für alle Gäste verpflichtend ist, ja. Nach der Preisangabenverordnung und dem Merkblatt des Deutschen Tourismusverbands gehört sie dann in den Gesamtpreis. Der Hinweis „Preis pro Nacht zzgl. Endreinigung“ reicht nicht. Separat ausweisen darfst du sie nur, wenn der Gast wirklich wählen kann und darauf deutlich hingewiesen wird.

Ja. Laut DTV-Merkblatt ist die Kurtaxe eine kommunale Abgabe des Gastes und wird gesondert aufgeführt, nicht in den Mietpreis eingerechnet. Anders ist es bei Bettensteuer oder Tourismusabgabe, die du an den Gast weiterreichst: Die gehören in den Endpreis.

Für eine Wohnung reicht oft ein Belegungskalender mit Anfrageformular. Wer online direkt buchen und bezahlen lassen will, braucht ein Buchungssystem. Sobald die Wohnung zusätzlich auf Portalen steht, sollte ein Channel Manager die Kalender abgleichen, damit keine Doppelbuchungen entstehen. Wix bietet dafür Wix Hotels mit Kalender, Saisonpreisen und Anbindung an Booking.com, Airbnb und Expedia.

Selbst gebaut mit einem Baukasten wie Wix zahlst du vor allem den Premiumplan, dazu deine Zeit. Professionell erstellen lassen kostet je nach Umfang meist einen niedrigen vierstelligen Betrag. Bei Hafenschnack liegt der Website-Bau auf Wix bei 2.999 Euro Festpreis, danach pflegst du die Seite selbst.

Mit einem gepflegten Google-Unternehmensprofil, einer eigenen Seite je Wohnung mit Ort im Seitentitel, echten Fotos und Antworten auf die Fragen, die Gäste vor der Buchung stellen: Entfernung zum Strand, Hund erlaubt, Parkplatz, Anreise. Bewertungen helfen zusätzlich, auch in KI-Suchen.

Über den Autor

Sebastian ist SEO-Lead bei Hafenschnack. Er arbeitet seit über 20 Jahren im Online-Marketing und war sieben Jahre bei Google. Hafenschnack baut Websites für Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels, mit Kalender, Buchungsweg und sauberer Preisangabe.

„Jede Buchung über die eigene Seite ist eine, für die du keine Provision zahlst.“

Zuletzt aktualisiert: . Preisangaben geprüft am DTV-Merkblatt „Preisdarstellung und Werbung für Ferienunterkünfte“, Gebühren an der Airbnb-Hilfe und Branchenübersichten zu Booking.com, Buchungsfunktionen an der Wix-Hilfe zu Wix Hotels. Keine Rechtsberatung.

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