Kostenloses Erstgespräch

Wichtig für Campingplätze und Ferienparks · Stichprobe vom 9. Oktober 2026

Campingplatz bei Google: Wie du gegen ADAC, PiNCAMP und Ferienportale sichtbar bleibst.

Von Sebastian, SEO-Lead bei Hafenschnack · · 5 Min. Lesezeit

Campingplatz im Kiefernwald hinter den Dünen: weißer Campingbus mit Markise, zwei Zelte und ein Sandweg zum Meer
© Hafenschnack

Wer „Campingplatz Ostsee“ sucht, sieht zuerst drei Plätze in der Karte. Darunter folgen, Stand 9. Oktober 2026, eine Tourismusregion, ein Ferienportal, ein Campingplatz, eine Plattform für private Stellplätze, ein zweiter Platz, ADAC Reisen, ein dritter Platz, camping.info, ein Familienurlaubsportal und PiNCAMP, das Campingportal des ADAC. Sieben der ersten zehn normalen Treffer gehören Portalen und Tourismusseiten, nur drei den Plätzen selbst.

Für Campingplätze und Ferienparks ist das nichts Neues, Portale gehören seit Jahren zum Geschäft. Neu ist, dass Google bei Unterkunftssuchen in der EU Vermittlern noch mehr Platz gibt und dass immer mehr Gäste ihre Fragen einer KI stellen. Wer seinen Direktanteil halten will, muss jetzt gegensteuern.

Kurz gesagt:

  • Bei „campingplatz ostsee“ gehören sieben der ersten zehn Treffer Portalen und Tourismusseiten.
  • Der Kartenblock steht ganz oben. Ein gepflegtes Google-Profil mit Saisonzeiten ist Pflicht.
  • Portale bringen Reichweite, aber auch Gebühren, Abhängigkeit und Bewertungen auf fremden Plattformen.
  • Die Nebensaison ist die Zeit, Website und Buchungsweg für das nächste Jahr in Ordnung zu bringen.

Was sich bei Google für Unterkünfte ändert

Seit dem 8. September 2026 baut Google seine Ergebnisseiten in der EU wegen des Digital Markets Act um. Bei Hotels stehen Buchungsportale inzwischen deutlich vor den Hotels selbst, unsere Stichprobe fand bei „hotel warnemünde“ unter den ersten zehn Treffern neun Portale. Für Campingplätze hat Google keinen eigenen Umbau angekündigt. Google nennt in seiner Dokumentation aber Ferienunterkünfte bei den neuen Karussells, die strukturierte Daten auf der Website voraussetzen. Wer Mietunterkünfte wie Mobilheime oder Ferienhäuser anbietet, sollte die Entwicklung bei Hotels genau beobachten. Was dort passiert, steht in Google schiebt Portale vor dein Hotel.

Portale: Reichweite mit Nebenwirkungen

PiNCAMP, camping.info und andere Portale bringen Camper, die deinen Platz noch nicht kennen. Das ist wertvoll. Die Nebenwirkungen solltest du aber kennen:

  • Kosten: Je nach Portal über Provisionen, Einträge oder Pakete.
  • Vergleich: Auf dem Portal steht dein Platz direkt neben den anderen, sortiert nach Preis und Bewertung.
  • Bewertungen auf fremden Plattformen: Deine Bewertungen liegen beim Portal und nicht in deinem Google-Profil, wo sie für die Karte zählen würden.

Ziel ist nicht der Ausstieg, sondern ein besseres Verhältnis: Portale für neue Gäste, die eigene Website für Stammgäste und für alle, die schon wissen, wohin sie wollen.

Was Camper auf deiner Website suchen

Camper stellen sehr konkrete Fragen, bevor sie buchen. Beantwortet deine Website sie nicht, beantwortet sie das Portal. Gehört auf deine Seite:

  • Stellplatztypen mit Größe, Strom, Wasser und Abwasser,
  • Mietunterkünfte mit Ausstattung, Fotos und Belegung,
  • Preise pro Nacht und Saison, inklusive Kurtaxe und Nebenkosten,
  • Hunde, Kinder, Sanitäranlagen, Barrierefreiheit,
  • Entfernung zum Strand, Einkauf und Ort,
  • Saisonzeiten und Winterbetrieb,
  • ein Buchungs- oder Anfrageweg, der am Handy funktioniert.

Genau diese Fragen stellen Gäste auch einer KI-Suche. Je klarer deine Website sie beantwortet, desto eher wird dein Platz dort genannt. Wie wir solche Websites für Campingplätze bauen, zeigt unsere Seite Websites für Campingplätze und Ferienparks.

Google-Profil und strukturierte Daten

Der Kartenblock steht bei Campingsuchen ganz oben. Dein Google-Unternehmensprofil braucht die richtige Kategorie, Saisonzeiten, echte Fotos von Stellplätzen und Sanitäranlagen, einen Buchungslink und Antworten auf Bewertungen. Auf der Website hilft Google eine maschinenlesbare Beschreibung deines Platzes, etwa mit dem Typ „Campground“ aus schema.org. Das richten wir mit dem SEO- und GEO-Setup ein, inklusive Search Console, damit du siehst, welche Suchen zu dir führen.

Ferienparks und Mietunterkünfte: näher am Hotelmarkt, als du denkst

Wer neben Stellplätzen auch Mobilheime, Ferienhäuser oder Glamping-Zelte vermietet, konkurriert bei Google nicht nur mit anderen Campingplätzen, sondern mit dem ganzen Ferienwohnungsmarkt. Bei „ferienwohnung warnemünde“ gehörten in unserer Stichprobe sieben der ersten zehn Treffer Portalen und Vermittlern, und über den normalen Treffern stand eine KI-Übersicht. Für Mietunterkünfte gelten deshalb dieselben Regeln wie für Ferienwohnungen: eigene Seiten je Unterkunftstyp mit Fotos, Grundriss, Ausstattung, Preisen und Verfügbarkeit, dazu ein Buchungsweg ohne Umwege. Was auf eine solche Seite gehört, steht in unserem Ratgeber Website für die Ferienwohnung.

Was du jetzt nicht tun solltest

  • Portale abschalten: Sie bringen Gäste, die dich noch nicht kennen. Es geht um das Verhältnis zwischen Portal und Direktbuchung, nicht um den Ausstieg.
  • Eine Seite pro Nachbarort anlegen: Fast gleiche Ortsseiten ohne eigenen Inhalt wertet Google als Spam, und das Spam-Update vom September hat genau solche Seiten im Blick.
  • Bewertungen kaufen oder Gutscheine dafür verteilen: Das verstößt gegen Googles Richtlinien und kann zu gelöschten Bewertungen und Einschränkungen im Profil führen.

Sechs Schritte für Campingplätze und Ferienparks

  • Suchergebnisse dokumentieren: Suche nach „Campingplatz plus Ort“, „Camping Ostsee mit Hund“ und deinem Namen, am Handy und am Rechner.
  • Google-Profil aktualisieren: Kategorie, Saisonzeiten, Fotos, Buchungslink.
  • Website-Fragen schließen: Stellplätze, Preise, Hunde, Strand, Buchung.
  • Direktbuchung belohnen: ein Vorteil, den es nur direkt gibt, etwa bei der Platzwahl oder bei der Anreise, je nach deinen Portalverträgen.
  • Bewertungen ins Google-Profil holen: Gäste nach der Abreise freundlich um eine ehrliche Google-Bewertung bitten.
  • Stammgäste ansprechen: Eine E-Mail im Winter mit dem Buchungsstart für die nächste Saison.

Warum du jetzt handeln solltest

Die Saison 2027 wird im Winter gebucht, nicht im Mai. Wer jetzt Website, Google-Profil und Buchungsweg in Ordnung bringt, steht bereit, wenn die Camper suchen. Wer wartet, sieht im Frühjahr zu, wie die Buchungen über PiNCAMP und Co. laufen, mit Gebühren obendrauf. Wer zusätzlich Werbung schalten will, um die Lücke schneller zu schließen, findet das bei Google Ads.

Quellen

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Portale wie PiNCAMP oder camping.info bringen vor allem Camper, die deinen Platz noch nicht kennen, und das kann sich lohnen. Sie kosten aber je nach Modell Geld, stellen dich direkt neben die Konkurrenz und sammeln deine Bewertungen auf ihrer Plattform. Sinnvoll ist ein Mix mit einer starken eigenen Website und einem gepflegten Google-Profil.

Einen eigenen Umbau für Campingplätze hat Google nicht angekündigt. Bei Hotels stehen Buchungsportale aber inzwischen deutlich vor den Betrieben, und Google nennt Ferienunterkünfte bei den neuen Karussells. Wer Mietunterkünfte anbietet, sollte die Entwicklung genau beobachten.

Stellplatztypen mit Größe und Anschlüssen, Mietunterkünfte, Preise inklusive Nebenkosten, Regeln zu Hunden, Sanitäranlagen, Entfernungen, Saisonzeiten und ein Buchungs- oder Anfrageweg, der am Handy funktioniert. Diese Fragen stellen Gäste vor jeder Buchung, auch einer KI-Suche.

In der Nebensaison. Die meisten Gäste planen den Sommer im Winter und Frühjahr. Wer bis dahin Website, Google-Profil und Buchungsweg in Ordnung bringt, ist sichtbar, wenn die Buchungen anlaufen.

Über den Autor

Sebastian ist SEO-Lead bei Hafenschnack. Er war mehrere Jahre bei Google. Sein Ansatz: keine Ranking-Märchen, sondern saubere technische Grundlagen, klare Inhalte und Maßnahmen, die im Unternehmensalltag funktionieren.

„Ein Camper bucht dort, wo er seine Fragen zu Stellplatz, Hund und Strand am schnellsten beantwortet bekommt.“

Zuletzt aktualisiert:

Kostenloses Erstgespräch

Mach deinen Platz direkt buchbar.

Im kostenlosen Erstgespräch, rund 30 Minuten, schauen wir auf deine Suchergebnisse, dein Google-Profil und deinen Buchungsweg und zeigen dir, wo Camper gerade zu Portalen abbiegen.