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Google Ads ehrlich gerechnet

Google Ads Kosten: Was Werbung bei Google wirklich kostet

Von Sebastian, SEO-Lead bei Hafenschnack · · 9 Min. Lesezeit

Google Ads kostet genau so viel, wie du festlegst. Du zahlst pro Klick, und dein Tagesbudget begrenzt die Ausgaben: Google rechnet im Monat höchstens das 30,4-Fache deines durchschnittlichen Tagesbudgets ab. Bei 20 € am Tag sind das maximal 608 € im Monat. Was ein Klick kostet, hängt von deiner Branche ab, im Handwerk liegen die Vergleichswerte meist zwischen 0,60 € und 2,80 €. Dazu kommt die Betreuung, falls du die Kampagne nicht selbst führst.

Stand 16. September 2026: Die Angaben zu Budget, Ausgabengrenzen und Auktion stammen aus der offiziellen Google-Ads-Hilfe. Die Klickpreise sind Vergleichswerte von Drittanbietern, keine Zusagen von Google. Sie schwanken nach Branche, Region und Suchbegriff, und sie ändern sich laufend. Belastbar wird es erst mit den Zahlen deines eigenen Marktes.

Wofür du bei Google Ads bezahlst

Bei Suchanzeigen zahlst du nicht für die Anzeige selbst, sondern für den Klick darauf. Bei jeder Suchanfrage läuft eine Auktion. Welche Anzeige wo erscheint, entscheidet laut Google der Anzeigenrang, und in den fließen dein Gebot, die Qualität von Anzeige und Landingpage sowie weitere Faktoren ein. Google schreibt dazu: Auch wenn Mitbewerber höher bieten, kannst du mit guter Anzeige und guter Landingpage eine bessere Position zu einem niedrigeren Preis bekommen.

Wichtig für die Kostenfrage: Du zahlst selten dein Höchstgebot. Der tatsächliche Klickpreis ist laut Google der Betrag, der nötig ist, um den Anzeigenrang des direkt darunter platzierten Mitbewerbers zu übertreffen. Oft ist das deutlich weniger als das, was du maximal geboten hast.

Google Ads Kosten bestehen aus zwei Posten

PostenWohin fließt das GeldHöhe
Werbebudgetdirekt an Google, pro Klick abgerechnetdu legst das Tagesbudget fest, jederzeit änderbar
Betreuungan die Agentur oder an deine eigene Arbeitszeitbei uns ab 400 €, unabhängig vom Werbebudget

Wer beides in einer Zahl zusammenwirft, kann nicht erkennen, ob das Budget bei Google oder bei der Agentur landet. Deshalb weisen wir es im Angebot getrennt aus. Mehr zur Arbeitsweise steht auf der Seite Google Ads Agentur.

Was kostet ein Klick? Vergleichswerte für Deutschland

Es gibt keinen offiziellen Klickpreis von Google. Auswertungen von Agenturen und Analysediensten geben aber eine Orientierung. Zwei aktuelle Quellen für den deutschen Markt:

BrancheKlickpreis (Vergleichswerte)Quelle
Handwerk allgemein0,60 € bis 1,80 €Adkontakt, Stand Februar 2026
Dachdecker, ZimmereiØ 2,20 € (1,20 € bis 4,00 €)Visnakovs, Praxisdaten Q3 2026
SHK, BadsanierungØ 2,80 € (1,50 € bis 5,00 €)Visnakovs, Praxisdaten Q3 2026
KFZ-WerkstattØ 1,60 € (0,80 € bis 3,00 €)Visnakovs, Praxisdaten Q3 2026
E-Commerce0,30 € bis 1,20 €Adkontakt, Stand Februar 2026
Recht, Versicherung, Finanzen2,00 € bis über 12,00 €Adkontakt, Stand Februar 2026

Die beiden Quellen weichen voneinander ab, und das ist ehrlicher als eine einzige glatte Zahl: Klickpreise hängen vom Suchbegriff ab. „Notdienst" kostet mehr als eine allgemeine Suche, Ballungsräume kosten mehr als das Umland. Deinen eigenen Korridor siehst du im Google Keyword-Planer, dort schätzt Google die Klickpreise für deine Suchbegriffe.

Tagesbudget, Ausgabengrenzen und Monatsbudget

Das Tagesbudget ist ein Durchschnittswert, kein hartes Tageslimit. Google erklärt das so:

  • Tägliche Grenze: An einzelnen Tagen kann bis zum Doppelten deines Tagesbudgets ausgeliefert werden, um Schwankungen bei der Nachfrage auszugleichen. Bei 10 € Tagesbudget sind das bis zu 20 €.
  • Monatliche Grenze: Abgerechnet wird höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets, also 304 € bei 10 € am Tag. Die 30,4 sind die durchschnittliche Zahl der Tage pro Monat.
  • Mehrkosten trägt Google: Liegen die Auslieferungskosten über deiner Grenze, werden sie dir laut Google nicht berechnet.
  • Jederzeit änderbar: Du kannst das Tagesbudget jederzeit anpassen oder die Kampagne pausieren.

Rechenbeispiel: Was ein Monat für einen Handwerksbetrieb kostet

So rechnest du dein Budget selbst. Das Beispiel nutzt Vergleichswerte für einen Dachdeckerbetrieb, deine echten Zahlen können abweichen.

RechenschrittAnnahmeErgebnis
Tagesbudget20 €höchstens 608 € im Monat (20 × 30,4)
Klickpreis2,20 €rund 276 Klicks im Monat
Conversion-Rate6 %rund 16 Anfragen
Kosten je Anfrage608 € geteilt durch 16rund 38 €
Betreuungab 400 €Gesamtkosten rund 1.000 € im Monat

Entscheidend ist der letzte Schritt, den viele auslassen: Was ist dir eine Anfrage wert? Wenn ein gewonnener Auftrag mehrere tausend Euro bringt und jede vierte Anfrage zum Auftrag wird, sind 38 € pro Anfrage günstig. Bei einem Auftragswert von 80 € rechnet sich das nicht. Genau diese Rechnung machen wir für Bauunternehmen im Detail: Lohnen sich Google Ads für Bauunternehmen?

Was kostet eine Google Ads Agentur?

Für die Betreuung sind drei Modelle üblich: eine feste monatliche Pauschale, ein prozentualer Anteil am Werbebudget oder eine Abrechnung nach Stunden. Der Anteil am Budget hat einen eingebauten Fehlanreiz, weil die Agentur mehr verdient, wenn du mehr ausgibst. Bei uns startet die Betreuung bei 400 € und bleibt unabhängig vom Werbebudget. Enthalten sind Keyword- und Wettbewerbsanalyse, Kampagnen-Setup mit Conversion-Messung, Anzeigentexte, ein Landingpage-Check vor dem Start und laufende Optimierung.

Woran du erkennst, dass Budget verbrannt wird: Du bekommst keine getrennte Ausweisung von Budget und Betreuung. Niemand zeigt dir die Suchbegriffe, die Klicks ausgelöst haben. Es gibt keine Conversion-Messung, sondern nur Klick- und Impressionszahlen. Oder die Anzeigen führen auf die Startseite statt auf eine passende Seite.

Google Ads Kosten senken

  • Suchbegriffe ausschließen: Wer „kostenlos", „Ausbildung" oder „selber machen" nicht ausschließt, zahlt für Klicks ohne Kaufabsicht.
  • Qualität verbessern: Passende Anzeigentexte und eine schnelle, thematisch passende Landingpage können laut Google zu niedrigeren Klickpreisen führen.
  • Region und Zeit begrenzen: Für einen lokalen Betrieb reicht der eigene Einzugsbereich, und Anzeigen zur Schlafenszeit bringen selten Anrufe.
  • Conversion-Messung einrichten: Ohne sie optimierst du auf Klicks statt auf Anfragen. Das ist der teuerste Fehler überhaupt.
  • Klein starten: Erst mit echten Daten hochskalieren, statt mit großem Budget zu raten.

Wann sich Google Ads nicht lohnen

Wenn niemand nach deinem Angebot sucht, hilft auch das beste Konto nichts. Ebenso, wenn dein Budget so klein ist, dass im Monat nur eine Handvoll Klicks zusammenkommt: Daraus lässt sich nichts lernen. Und wenn die Website nach dem Klick nicht überzeugt, zahlst du für Besuche, die niemand zu einer Anfrage macht. In solchen Fällen sind eine bessere Website oder dauerhafte Sichtbarkeit über SEO die klügere Investition. Der Unterschied: Ads wirken sofort und hören auf, sobald das Budget stoppt. SEO dauert länger, bleibt aber.

Häufige Fragen zu den Google Ads Kosten

Das entscheidest du selbst über das Tagesbudget. Google rechnet pro Monat höchstens das 30,4-Fache deines durchschnittlichen Tagesbudgets ab. Bei 20 € am Tag sind das maximal 608 € im Monat. Dazu kommt die Betreuung, wenn du sie nicht selbst machst. Bei uns startet sie bei 400 €, und wir weisen Werbebudget und Betreuung getrennt aus.

Ein festes Mindestbudget nennt Google nicht. Du legst ein durchschnittliches Tagesbudget fest und kannst es jederzeit ändern. Sinnvoll wird es erst, wenn dein Budget genug Klicks kauft, um überhaupt etwas zu lernen. Bei einem Klickpreis von 2 € und 300 Klicks im Monat wären das rund 600 €.

Das hängt stark von Branche, Region und Suchbegriff ab. Branchenauswertungen für Deutschland nennen für Handwerk und lokale Dienstleister meist Werte zwischen 0,60 € und 2,80 € im Schnitt, für E-Commerce ab etwa 0,30 € und für Recht und Finanzen 2,50 € bis über 12 €. Das sind Vergleichswerte von Drittanbietern, keine Zusagen von Google.

Über eine Auktion bei jeder Suchanfrage. Der Anzeigenrang entsteht laut Google aus deinem Gebot, der Qualität von Anzeige und Landingpage und weiteren Faktoren. Bezahlt wird nur der Klick, und zwar oft deutlich weniger als dein Höchstgebot: Der tatsächliche Klickpreis ist laut Google der Betrag, der nötig ist, um den Anzeigenrang des nächsten Mitbewerbers zu übertreffen.

Üblich sind drei Modelle: eine monatliche Pauschale, ein Anteil am Werbebudget oder Abrechnung nach Stunden. Bei uns beginnt die Betreuung bei 400 €, unabhängig davon, wie hoch dein Werbebudget ist. Wichtig ist, dass Werbebudget und Betreuung im Angebot getrennt stehen. Sonst weißt du nie, was bei Google landet und was bei der Agentur.

Google selbst bietet keinen Kostenrechner an. Im Keyword-Planer siehst du aber Schätzwerte für Klickpreise deiner Suchbegriffe. Damit rechnest du selbst: Klicks mal Klickpreis ergibt das Budget, Klicks mal Conversion-Rate ergibt die erwarteten Anfragen. Beides schätzen wir im Erstgespräch gemeinsam für deinen Markt.

Deine Anzeige kann am selben Tag ausgeliefert werden, erste Klicks kommen oft sofort. Bis eine Kampagne effizient läuft, vergehen aber einige Wochen, in denen Suchbegriffe, Gebote und Anzeigentexte anhand echter Daten nachjustiert werden.

Über den Autor

Sebastian ist SEO-Lead bei Hafenschnack. Er arbeitet seit über 20 Jahren im Online-Marketing und war sieben Jahre bei Google. Hafenschnack hat über 200 Google-Ads-Kampagnen umgesetzt.

„Die wichtigste Zahl bei Google Ads ist nicht der Klickpreis, sondern was dir eine Anfrage wert ist.“

Zuletzt aktualisiert: . Budget- und Auktionsangaben geprüft in der Google-Ads-Hilfe, Klickpreise aus Branchen-Benchmarks.

Budget unklar? Wir rechnen es durch

Erst rechnen, dann Anzeigen schalten.

Im kostenlosen Erstgespräch schätzen wir Klickpreise und nötiges Budget für deinen Markt und sagen dir ehrlich, ob sich Google Ads für dich rechnet. Wenn nicht, sagen wir auch das. Persönlich, verständlich, aus Rostock für ganz Deutschland.